Was heißt „Wahnsinn“ in Zeiten, in denen politische Extreme immer lauter werden, Grenzen des Sagbaren verschoben werden und demokratische Grundwerte ins Wanken geraten? Unter dem Motto „Wahnsinn“ laden wir Sie zu einem Abend mit Mithu Sanyal und Michel Friedman ein, der sich den tektonischen Verschiebungen unserer Gegenwart stellt: dem globalen Rechtsruck, den neuen Brüchen zwischen Demokratie und autoritären Versuchungen – und der Frage, wie wir als Gesellschaft darauf reagieren können.
Doch „Wahnsinn“ bedeutet auch, nach den Gegenkräften zu suchen: nach Liebe, Solidarität und Empathie. Gemeinsam mit dem Publikum öffnen Sanyal und Friedman den Raum für eine leidenschaftliche Auseinandersetzung, die das Außergewöhnliche im Abgründigen sichtbar macht – und zeigt, dass Widerstand gegen den Wahnsinn möglich bleibt.
Im Gespräch mit Stephan Muschick vertieft sich der Abend zu einem offenen Forum der Ideen: Wie lassen sich persönliche Haltung, bürgerschaftliches Engagement und intellektuelle Klarheit miteinander verbinden? Welche Formen von Verantwortung – ob individuell oder institutionell – braucht es, um eine demokratische Kultur lebendig zu halten?
Ein Abend zwischen Widerspruch und Ermutigung, Analyse und Leidenschaft – mitten im Spannungsfeld von Gegenwart und Zukunft.